|
|
| |||||
|
Dr.
Joachim Fischer
|
||||||
|
Dr. Joachim Fischer Vorlesung: Sozialtheorie - Der Andere und der Dritte Plan der Vorlesung | ||||||
|
|
Ort: HSZ 401
Sozialtheorien als Basis soziologischer Theorien lassen Selbst-, Welt und komplexe Sozialverhältnisse aus der elementaren Begegnung/Wechselwirkung/Interaktion von ego und alter ego, von Ich und Du hervorgehen. Sie rekonstruieren, wie sich im Medium von Blicken und Worten, von Handlungen und Erwartungen, von Gütern und Gaben dyadische Strukturen von Scham, Tausch, Kampf, Anerkennung, Kooperation und Liebe bilden. Ein Paradigmenwechsel in der Sozialtheorie bahnt sich neuerdings durch systematische Berücksichtigung der Figur und Funktion des Dritten an, weil erst dadurch Vermittlung, Beobachterposition, Schiedsrichter, Konkurrenz, Intrige, Koalition, Delegation, Institutionalisierung, Sündenbock als weitere fundamentale Strukturen des Sozialen sichtbar werden. Im Rückgriff auf einschlägige Autoren (Simmel, Mead, Schütz, Freud, Lacan, Sartre, Levinas, Serres, Luhmann) sollen die Theorien dyadischer und triadischer Figurationen vorgestellt werden. Ziel ist eine triadisch angereicherte Sozialtheorie, die zwischen Interaktion und Institution, zwischen Mikro- und Makrosoziologie vermittelt. . M. Theunissen, Der Andere. Studien zur Sozialontologie, Berlin 1965. E. Levinas, Die Spur des Anderen. Untersuchungen zur Phänomenologie und Sozialphilosophie, Freiburg 1998, S. 209-235 S. Freud, [Ödipale Konstellation], in: Ders., Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse, Wien 1930, S. 338-360 E. Fivaz-Depeursinge, A. Corboz-Warnery N. Luhmann Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie, Frankfurt a. M. 1984, S. 488-550 P. L. Berger/Th. Luckmann, Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie, Frankfurt a. M. 2007. J. Fischer, Der Dritte. Zur Anthropologie der Intersubjektivität, in: W. Eßbach (Hrsg.), wir/ ihr/sie. Identität und Alterität in Theorie und Methode, Würzburg 2000, S. 103-136. Th. Bedorf, Dimensionen des Dritten.
Sozialphilosophische Modell zwischen Ethischem und Politischem, München
2003.
|